Club von Berlin
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Bertold Sommer

Bundesverfassungsrichter a.D.  Kurator 

1937 in München geboren. Ab 1943 in Rudolstadt (Thüringen), der Heimat der Vorfahren, und ab 1949 in Berlin-West aufgewachsen.
Seit 1962 verheiratet, ein Sohn und eine Tochter, zwei Enkelkinder.

Ab 1957 nach dem Abitur am Herder-Gymnasium in Berlin-Charlottenburg Jura-Studium in Berlin und München. 1962 erste juristische Staatsprüfung in Berlin, anschließend Referendariat in Berlin.

Nach der zweiten juristischen Staatsprüfung ab 1967 Tätigkeit in der Berliner Justiz, zunächst als Zivil-, dann als Verwaltungsrichter. In den 70er Jahren zweimal als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Bundesverfassungsgericht abgeordnet. Seit 1979 Richter am Bundesverwaltungsgericht, dort in den Bereichen des öffentlichen Dienstrechts und des Bau- und Planungsrechts tätig.

1991 vom Wahlausschuss des Bundestages zum Richter des Bundesverfassungsgerichts im Zweiten Senat gewählt. Im Schwerpunkt mit Fällen aus dem Ausländer- und Asylrecht sowie dem Recht des öffentlichen Dienstes befasst. Der Streit um das Kopftuch der Lehrerin war die letzte Streitsache als Berichterstatter.

Nach Ende der zwölfjährigen Amtszeit Eintritt in den Ruhestand. Einige Semester als Lehrbeauftragter für Verfassungsrecht an den Universitäten in Frankfurt/Oder und Leipzig tätig.

Nunmehr engagiert in der Hausaufgabenhilfe für Migrantenkinder in einer Weddinger Grundschule und als Lesepate. Mitglied im Gemeindekirchenrat der Evangelischen Kirchengemeinde Zur Heimat in Berlin-Zehlendorf.

Seit 1971 Mitglied der SPD. Von 1980 bis 1991 ehrenamtliche Tätigkeit, danach Fördermitglied bei Amnesty International. Seit 2004 Mitglied im Club von Berlin, Leitung des Arbeitsforums Menschenrechte.